Die Saison 25/26 ist längst Geschichte und nach einem soliden dritten Tabellenplatz in der Premierensaison nach dem Wiederaufstieg läuft die Vorbereitung auf die Saison 26/27 auf Hochtouren. Bevor es in die finale, heiße Phase geht, haben wir dem Trainer der Pandas einige Fragen gestellt:

Wenn du auf die letzte Saison zurückblickst: Was nimmst du daraus mit und was wolltest du in der Vorbereitung dieses Jahr bewusst anders oder besser machen?

„Vor allem, dass wir eine viel stabilere Abwehr brauchen, die uns Sicherheit gibt. Letztes Jahr haben wir meistens 35+ Tore gebraucht, um Spiele zu gewinnen, was mitunter sehr stressig war. Dementsprechend lag und liegt ein großer Fokus der Vorbereitung auf unserer Abwehrarbeit. Wir brauchen die Sicherheit, dass man vorne mal einen schlechten Tag haben, aber Spiele trotzdem gewinnen kann. Im Umkehrschluss entlastet das dann den Angriff wieder und kann den dann so auch beflügeln.“

Wie zufrieden bist du aktuell mit dem Kader und dem Stand der Vorbereitung? Wo seid ihr schon auf einem guten Weg und woran müsst ihr bis zum Saisonstart noch arbeiten?

„Wir haben einen tollen Kader und sind auf allen Positionen doppelt, auf manchen sogar dreifach, besetzt mit Spielern, die zum Großteil schon in der Landesliga unterwegs waren. Ich denke, recht viel besser hätte man den Kader nicht zusammenstellen können: Kein einziger Spieler hat den Verein verlassen, dafür haben wir punktuell genau die Neuzugänge bekommen, die wir uns gewünscht haben. In der Vorbereitung geht’s mir wie wahrscheinlich jedem Trainer unserer Liga: Aufgrund der vielen Fehlzeiten hinken wir dem Zeitplan ein wenig hinterher. Verbessert hat sich auf jeden Fall unser Tempospiel sowie unsere erste Abwehr. Wo wir noch nachbessern müssen, sind alternative Abwehrformationen sowie intuitives Spiel, bei dem wir noch in zu viele „tote“ Räume rennen.“

Wie ist es für dich, hier in Neutraubling als Trainer zu arbeiten? Was macht den Verein und das Umfeld für dich besonders?

„Es ist jetzt mein fünftes Jahr als Trainer, mein zweites in Neutraubling und ich bin absolut überzeugt, dass ich es nicht hätte besser treffen können. Der Verein wird sehr familiär und modern geführt. Mir gefällt vor allem, dass fast alle Spieler aus der eigenen Jugend stammen und sich zu 100% mit dem Verein identifizieren. Was mir zudem imponiert ist, dass sowohl Vereinsführung als auch Spieler bei allen Ambitionen sehr entspannt sind. Das schafft eine gute Atmosphäre und macht sich ja auch in den tollen Zuschauerzahlen bemerkbar.“

Wie schätzt du die Liga in dieser Saison ein? Wer sind für dich die Favoriten – und mit welchen Zielen und Erwartungen geht ihr selbst in die neue Spielzeit?

„Die Hauptfavoriten sind wahrscheinlich Regensburg II, Erlangen-Bruck II und wir selbst. Als Geheimfavoriten würde ich Nabburg/Schwarzenfeld sehen. Alle drei Gegner haben einen top Kader und tolle Trainer. Wir sind letztes Jahr Dritter geworden und haben uns nochmal deutlich verstärkt. Selbstverständlich ist dementsprechend mein Ziel die Meisterschaft. Da wäre künstlich Tiefstapeln auch einfach nicht glaubwürdig. Gleichzeitig sehe ich die Saison aber recht entspannt. Was mir wesentlich wichtiger ist als kurzfristiger Erfolg ist gesundes, kontinuierliches Wachstum. Ich habe bis einschließlich 2028/29 in Neutraubling zugesagt und ich möchte, dass wir bis dahin jedes Jahr einen Schritt nach vorne machen. Wenn wir das schaffen, kommt auch der Erfolg.“

Zum Schluss: Worauf freust du dich persönlich am meisten, wenn die neue Saison endlich losgeht?

„Tatsächlich freue ich mich am meisten wieder auf die regelmäßigen „reality-checks“, die der wöchentliche Ligabetrieb bringt, die uns zeigen, ob das, was wir tun, eigentlich richtig und gut ist. Training und Testspiele bieten da nur begrenzt Rückschlüsse. Auf unsere – hoffentlich wieder sehr gut besuchten – Heimspiele freue ich mich aber natürlich auch sehr!“

Vielen Dank für deine Zeit und die Einblicke in den aktuellen Stand der Vorbereitung!

„Liebend gern!“