Am vergangenen Samstag waren die Mannen um Coach Niklas Deml zu Gast in Nabburg/Schwarzenfeld. Bereits das Hinspiel der beiden Kontrahenten endete mit einem Unentschieden, sodass im Vorfeld klar war: Hier treffen zwei absolut ebenbürtige Mannschaften aufeinander. Auf beiden Seiten mussten zudem einige Leistungsträger ersetzt werden. Umso wichtiger war es für die Pandas, den positiven Trend der vergangenen Wochen seit Jahresbeginn mitzunehmen und sich auswärts in Nabburg bestmöglich zu verkaufen.

Trainer Deml forderte vor der Partie von seiner Mannschaft einen disziplinierten, aber mutigen Auftritt sowie den nötigen Einsatz, um in einem schnellen Spiel bestehen zu können. Und genau dieses Tempo bestimmte von Beginn an die Partie. Die Hausherren agierten mit einem offensiven Abwehrsystem, um Ballgewinne und Fehler der Neutraublinger zu provozieren. Die Pandas hingegen setzten auf eine kompakte Defensive und versuchten, die Lücken gegen den agilen Rückraum der Hausherren so klein wie möglich zu halten.

In der ersten Halbzeit gelang es jedoch keiner Mannschaft, sich entscheidend abzusetzen. Vor allem defensiv offenbarten die Pandas zu viele Lücken, was sich auch im Halbzeitstand von 17:16 für die Heimmannschaft widerspiegelte.

Entsprechend deutlich fiel die Halbzeitanalyse von Trainer Deml aus:
„Ich war mit der Leistung überhaupt nicht zufrieden – eher enttäuscht und angefressen. Wir trainieren die ganze Woche gegen unterschiedliche Abwehrsysteme und verlieren dann, wenn es darauf ankommt, den Kopf. In der Abwehr fehlt uns die letzte Konsequenz. Das war vielleicht eine der schlechtesten Halbzeiten, die wir gespielt haben. Ich habe eine deutliche Reaktion gefordert.“

Diese sollte im zweiten Durchgang zumindest phasenweise folgen. Durch eine taktische Umstellung stabilisierte sich die Abwehr der Pandas, doch offensiv verpasste man es immer wieder, in entscheidenden Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen. Trotz eines zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Vorsprungs kurz vor Schluss brachte man sich selbst erneut in Bedrängnis und geriet sogar wieder mit einem Tor in Rückstand.

Der letzte Angriff gehörte den Hausherren – doch ein Ballverlust machte das kaum noch Mögliche möglich. Die Pandas nutzten den Ballgewinn eiskalt und erzielten zwei Sekunden vor Schluss den viel umjubelten Siegtreffer. Zwei Punkte, die sich die Neutraublinger am Ende fast schon ergaunerten.

Nach dem Spiel bilanzierte Trainer Deml nüchtern:
„Am Ende stehen zwar zwei Punkte, aber außer der Einstellung und dem Engagement, vor allem im zweiten Durchgang, kann ich dem Spiel nicht viel Positives abgewinnen. Wir müssen weiterarbeiten. Schlussendlich ist es ein Ergebnissport – und auch wenn wir mit der Art und Weise nicht zufrieden sein dürfen, haben wir zwei weitere Punkte auf dem Konto.“

Die Neutraublinger bedanken sich bei den zahlreichen Zuschauern, die sie am Samstag nach Nabburg begleitet haben, und freuen sich darauf, diese – und noch viele mehr – am kommenden Samstag beim Heimspiel in Mintraching gegen den HC Hersbruck begrüßen zu dürfen.