Zum Auftakt ins neue Jahr und gleichzeitig zum Start der Rückrunde empfingen die Neutraublinger mit der Spitzenmannschaft aus Amberg einen alten Bekannten. Die Gäste hatten den Neutraublingern in der Hinrunde eine von lediglich zwei Niederlagen beigebracht – Grund genug, sowohl auf Spieler- als auch auf Trainerseite entsprechend gewarnt zu sein. Zudem war nach zuletzt etwas schwächeren Ergebnissen der Amberger klar, dass diese alles in die Waagschale werfen würden, um ihre Saisonziele weiter zu verfolgen.

Die Hoffnung, dass sich die personelle Situation der Neutraublinger über den Jahreswechsel entspannen würde, erfüllte sich jedoch nicht. Im Gegenteil: Auch im ersten Spiel des Jahres musste man auf absolute Leistungsträger verzichten. Dies sollte und durfte jedoch zu keinem Zeitpunkt als Ausrede dienen. Vielmehr war die Mannschaft fest entschlossen, sich zum Jahresauftakt von ihrer besten Seite zu präsentieren.

Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Gestützt auf eine stabile Abwehrarbeit gelang es den Neutraublingern im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit, sich leicht abzusetzen. Eigene Fehler verhinderten jedoch, dass der Vorsprung deutlicher ausfiel. In der Halbzeitpause fand Trainer Deml klare, aber positive Worte: Man sei voll im Spiel, agiere als geschlossene Einheit, müsse sich jedoch konsequenter belohnen und einfache Ballverluste reduzieren.

Nach dem Seitenwechsel geriet man dann zunehmend unter Druck. Mehrere Zeitstrafen und die hohe Belastung durch den schmalen Kader machten sich bemerkbar – eine Phase, die klar zugunsten der Gäste verlief. Dennoch bewiesen die Neutraublinger Moral: Trotz Rückstands kämpfte sich das Team zurück in die Partie und konnte kurz vor Schluss den umjubelten Ausgleich zum 29:29 erzielen.

Unmittelbar nach Abpfiff überwogen gemischte Gefühle, da zwischenzeitlich eine Führung auf eigener Seite stand. Betrachtet man jedoch den Spielverlauf insgesamt, geht die Punkteteilung vollkommen in Ordnung.

Ein besonderer Dank gilt einmal mehr der grandiosen Zuschauerschaft, die das Team über die gesamten 60 Minuten hinweg nach vorne peitschte und gerade in schwächeren Phasen den Rücken stärkte. Trainer Deml zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: Er lobte die Selbstkritik und den unbedingten Willen seiner Mannschaft sich stetig zu verbessern, betonte aber auch, dass man mit dieser Leistung – angesichts der personellen Situation – absolut zufrieden sein dürfe. Ein Ergebnis, das man vor dem Spiel wohl unterschrieben hätte.

Für die Neutraublinger heißt es nun erneut: Wunden lecken und hoffen, dass sich die personelle Lage vor dem nächsten Topspiel in Erlangen-Bruck etwas entspannt. Unabhängig davon wird die Mannschaft um Coach Deml auch dort wieder alles investieren, um mit wichtigen Punkten im Kampf um den Klassenerhalt nach Neutraubling zurückzukehren.